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Der Wintergarten

Machen Sie jeden Tag zum Urlaubstag in einem von uns gebauten Wintergarten. Vergessen Sie Stress und den Grauen Alltag. Ein Wintergarten vermittelt Ihnen durch seine Großzügigkeit und Helligkeit jeden Tag das Gefühl von Urlaub. Ein Wintergarten macht den Alltag erst lebenswert.

Leitfaden zum Bauen mit der Sonne.

Auf der Suche nach umweltfreundlichen Energiequellen haben wir die Sonne wiederentdeckt. Seit Urzeiten sind die Strahlen der Sonne Träger allen Lebens auf unserer Erde.

Wir haben uns an das alltägliche Licht und die Wärme der Sonne gewöhnt, an das Wachstum der Pflanzen, die Regeln und Launen des Wetters und daran, dass es im Winter kalt ist und wir das Haus heizen müssen.

Auch im Winter leben wir - im Vergleich zur Kälte des Weltraums - von der Wärme der Sonne, die sich aus der täglichen Strahlung und der in Erdboden und Meerwasser gespeicherten Sonnenwärme zusammensetzt.

Aus Gewohnheit haben wir die Sonne bei der Hausplanung vergessen und nur noch gerechnet, wie viel oder wie wenig Heizöl, Gas, Strom mit weniger oder mehr Wärmedämmung versehen wird.

Das Bewusstsein der ökologischen Gefährdung unserer Erde und die Begrenztheit unserer Ressourcen sowie der Wunsch nach umweltfreundlichem Umgang mit Energie und Verringerung der Heizkosten trägt jedoch zunehmend dazu bei, nach Wegen zu einer besseren Ausnutzung der Sonnenenergie zu suchen.

Die "passive" Nutzung. der Sonnenenergie im Hochbau stellt bekanntlich die einfachste Möglichkeit zur Sonnenenergienutzung dar.

Unter dieser Bezeichnung werden alle bauphysikalischen und baukonstruktiven Maßnahmen, die eine unmittelbare thermische Nutzung der auf die Gebäudehülle auffallenden bzw. durch die transparenten Außenbauteile ins Gebäudeinnere gelangenden Sonnenstrahlung ermöglichen, zusammengefasst.

Die Solar-Architektur versucht den Energie-Einsatz im Wohnbau zu verringern und hierbei dem menschlichen Bedürfnis nach Licht, Komfort, Naturnähe und Ästhetik möglichst entgegenzukommen. Die Solar-Architektur stellt somit ein Gegenstück zu dem typischen hochwärmegedämmten kleinfenstrigen Wohnhaus dar.

"Passive" Nutzung der Sonnenenergie im Wohnbau bedeutet aber auch, das in vielen Jahrhunderten angewandte und bewährte Prinzip der Architektur; nämlich "klimagerechtes Planen und Bauen" wieder als energiebewusstes Element bei der Gebäudeplanung einzusetzen.

Die Prinzipien zur "passiven" Sonnenenergie-Nutzung führen oft zu einer "gerichteten" Architektur: geschlossen und kompakt an der Nordseite, häufig prismen- und keilförmig - zur Ableitung der Nordwinde - sowie breit aufgefächert auf der Südseite. Zur Verbesserung der Konvektionswirkung sind offene Wohngrundrisse für günstig anzusehen.

Physikalische Grundlagen und Elemente "passiver" Sonnenenergie - Systeme

Die Grundlagen der Solararchitektur lassen sich auf die folgenden physikalischen Gesetze zurückführen.

Energieumwandlung - Sonnenstrahlung, Absorption Energiespeicherung - massive Bauteile aus Wärmespeichermassen Energieverteilung - Wärmeleitung, Konvektion und Wärmestrahlung.

Aus diesen physikalischen Grundgesetzen leiten sich die folgenden Elemente "passiver" Systeme zur Sonnenenergie-Nutzung ab:

Der Kollektor: Transparente, nach Süden ausgerichtete Flächen zur Aufnahme der Sonnenstrahlung.

Der Absorber: Elemente zur Umwandlung der Strahlungsenergie in Wärme.

Der Speicher: Bauteile oder Materialien mit hohem Speichervermögen für Wärme zur kurzfristigen Speicherung von Wärme und deren zeitverschobenen Weit erleitung.

Als thermische Massen kommen vor allem schwere Materialien im Gebäude in Frage, welche zur Speicherung von Wärmeenergie sowohl bei der Heizung als auch bei der Kühlung eingesetzt werden. Thermische Speichermassen haben vor allem auch die Aufgabe, einerseits die in ihrer Intensität zeitlich schwankende Sonnenstrahlung auszugleichen und andererseits die Wärmeabgabe zeitlich zu verzögern. Während der "Heizzeit" wird zum Beispiel die überschüssige Wärme gespeichert und zu einem späteren. Zeitpunkt (kühlere Nachtstunden) wieder abgegeben.

Zur Verringerung des Steuerungsaufwands für mobile Beschattungselemente im Sommer bietet sich in enger Übereinstimmung mit dem Jahrzeitenverlauf die Bepflanzung als wichtiges Gestaltungselement an.

Bäume und Hecken, aber auch bepflanzte Pergolen und bewachsene Rankgerüste sowie Wintergärten und Dachgärten liefern Beschattung im Sommer und ermöglichen - unbelaubt im Winter - volle Sonneneinstrahlung. Die gleichen Elemente beeinflussen das Kleinklima in der unmittelbaren Umgebung des Hauses, verhindern oder unterstützen Konvektionsverluste und sind daher im gesamten Energiehaushalt eines Solarhauses wesentliche Einflussfaktoren.

Die solare Standardkonzeption

Der Heizenergiebedarf ist nicht nur vom Maß des Wärmeschutzes, sondern ebenso von makro- und mikroklimatischen Einflüssen abhängig. Jede unmittelbare Nachbarschaft eines Gebäudes hat wegen der Landschaft, Topographie, Bepflanzung und des Baumbestandes ihre typischen Eigenheiten: Hecken und Baumgruppen können nicht nur Kälte-Luftströrnungen blockieren, sondern auch in die gewünschte Richtung ablenken. Ein Laubbaum kann im Sommer als Sonnenschutz dienen, während im Winter die Sonnenstrahlen die Gebäudeoberflächen erreichen. Durch Erdaufschüttung an den Außenwänden im Osten, Westen und Norden kann man die Außenwandflächen reduzieren und damit Temperaturdifferenzen von Außen- und Innenraum verringern. Bei einem gesamtheitlich günstigen Lagekonzept - Südhang, Windschutzwald, Sonnenstrahlenreflexion unw. - kann man allein durch energetische Standortoptimierung bis zu 50 % Heizenergie einsparen.
In städtebaulichen Konzepten und Bebauungsplänen sollte daher eine sonnengerechte Orientierung im Winter entscheidend auf die Siedlungsgestaltung Einfluss nehmen.

Die Orientierung

Die Frage nach der. Orientierung der Wohn- und Aufenthaltsräume und deren Belichtungsflächen kann mit der Abb. 1 verdeutlicht werden. Die höchste Sonneneinstrahlung in der winterlichen Heizperiode, da die Sonne sehr tief steht, ist nur an der Südost - Süd - Südwest-Fassade zu erwarten.

Die solare lnnenraumkonzeption

Aufbauend auf der Orientierung basiert die Innenraumfunktion. Eingang, Vorräume, Gänge, WC und Abstellräume - Räume mit geringer Nutzfrequenz - , Hausarbeits- und Hobbyräume sowie Garagenbauten fungieren an der Nordseite eines Gebäudes als thermische Pufferräume. Das Badezimmer als Raum mit höchstem thermischen Komfortanspruch sollte im Inneren des Hauses situiert werden. Alle Fensteröffnungen der Wohnräume sollten zur Belichtung, Lüftung und Aussicht sowie zum Wärmegewinn orientiert sein.


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